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Wie alles begann

Es begab sich am Sonntag, dem 14. April des Jahres 2002, da zwei tanzwillige Ladies und ein tanzerfahrener Gent zum Tanz beim Hassan in das Alte Schützenhaus nach Buntenbock geladen hatten, dass sich weitere Menschen beiderlei Geschlechts dazu finden sollten, um der geselligsten aller Bewegungsformen neuen Inhalt zu geben. Man beschloss alsbald sich dem MTV Buntenbock anzuschließen.

Waren es zu Beginn Volkstänze der großen weiten Welt, mit denen der schon erwähnte Tanzrückkehrer den noch reichlich vorhandenen Bewegungs-Koordinations-Problemen entgegenwirken wollte, so stellte sich die Kreisformation unter Verwendung von Square-Dance-Elementen als vorwiegend interessierende Variante heraus. In der Folgezeit wurden diverse Tänze bis zur Aufführungsreife trainiert und dann auch einem breiten Publikum zuerst bei den Zellerfelder Markttagen zu Genuss gebracht.

Drei Damen traten an, Kindergruppen in drei Altersstufen die Möglichkeit zu geben, sich ebenfalls zu verschiedenster Musik rhythmischen Bewegungen hinzugeben. Die Aufführungen sowohl der Erwachsenen wie auch der Kindergruppen erfreuten sich zunehmender Beliebtheit und so war es nur zu verständlich, dass die verschiedensten Veranstalter um eine Darbietung anfragten.

Sodann entdeckte ein bis dato tanzmäßig gänzlich unbescholtener Elektromeister aus Clausthal-Zellerfeld den Line Dance für sich und ist seitdem zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten in seiner hell erleuchteten Werkstatt beim Einüben neue Schrittfolgen gesehen worden. Es entging ihm nicht, dass bei der inzwischen weiter angewachsenen Schar von Tänzer(innen) großes Interesse für diese Synchrontanzform aufflackerte.
Zu gleicher Zeit traten einige Unentwegte den Weg zu einem Square-Dance-Lehrgang an und versprühten anschließend derartig Begeisterung, dass alsbald ein Caller der SJN (Sport Jugend Niedersachsen) eingeladen wurde, allen die hohe Kunst des Square Dance beginnend zu vermitteln. Seitdem wurden Line- und Square Dance wegen ihrer anmutig figuresken Darbietungsweise und des vergleichsweise hohen Anspruchs an die geistige Wendigkeit gegenüber allen anderen Tänzen Vorrang gegeben.

Währenddessen machte sich ein zuvor eher wenig tanzerfahrener Hoffnungsträger auf den langen, ob der vielfältigen Anforderungen steinigen Weg, Kunde zu nehmen von der Artikulation der Patter- und Singing-Calls, mithin der Ansage und des Gesangs der Square-Dance-Figuren.

Von dieser Umtriebigkeit hörte auch eine nahe gelegene Reha-Einrichtung (Kurklinik Hasenbach) und lud zur Gestaltung eines Abends für die Gäste. Bei reiner Vorführung sollte es jedoch nicht bleiben, und so trifft man sich regelmäßig dort und lässt die Patienten teilhaben am Square und Line Dance.

Zahlreich waren die, die bislang Kenntnis genommen haben von den in den Ideen des April 2002 mit so ungewisser Zukunft begonnenen Aktivitäten, und voll der Begeisterung ob eines solchen Zugewinns an Lebensqualität und Gemeinschaftserfahrung.

Mit den Clausthaler Lehrgängen des Jahres 2003 fand sich eine Class bei der SJN zusammen, mit der sich auch 11 Harzer Country Dancer auf den Weg machten, im Dezember 2004 graduiert zu werden.

Im Verlaufe des Jahres 2004 fanden sich wiederum einige Neugierige ein um Tanzluft zu Schnuppern, sodass sich nunmehr die stattliche Zahl von 24 Personen die Tanzfläche teilt. Das rege Wachstum verlangt neue Strukturen.
Der Kontakt zu den "Square Dreamers" in Hildesheim und den "Golden Eagles" in Goslar führen zu ersten gemeinsamen Tanzabenden. Die herzliche Aufnahme zeigt den "guten Geist", der die Square Dancer bewegt.

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus: Der MTV Buntenbock im Jahre 2005 wird 100 Jahre, die Harzer Country Dancer deren 3. Das sollte Anlass genug sein, einen Square Dance Tag zu veranstalten. So wurde der Oberharzer Hexentanz geboren, die am ersten Samstag nach den Iden des März sein festes Datum finden sollte.
Dem Line Dance wurde im Rahmen eines Workshop an historischer Stätte im Glückauf Saal zu Clausthal gebührend Raum gegeben.

2005 brachte erneut 11 Harzer Country Dancer zu einer neuen Square Dance Class zusammen. Erstmalig waren auch vier Kinder dabei und begannen in zartem Alter das Square-Dance-Leben. Die abschließende Graduierung bei der SJN wurde von dem bisher üblichen Termin im Dezember auf den Januar verlegt – eine gute Entscheidung, wenn man der vorweihnachtlichen Hektik entfliehen möchte. Somit waren es nun 23 Mainstreamer auf Harzer Höh’n. Jetzt fragt sich doch einer, wie es zu dieser Anzahl kommt: Eine Lady der vormals im Oberharz gewesenen „Harz Mountaineers“ fand bei den Harzer Country Dancern ihr neues Tanz-Zuhause.
Ein zweiter Tänzer aus dem Kreise der Mainstreamer trat an das Callen zu erlernen. Somit wurde Square Dance an den Clubabenden und zu Auftritte fortan von einem Duo in Szene gesetzt.
Auch im Line Dance bekamen wir Nachwuchs. Zwei Berliner hatte es in den Harz verschlagen, ein Hotel zu betreiben. Von deren reichhaltigem Line-Dance-Repertoire und der großen Erfahrung sollten auch die Oberharzer profitieren.
Die Lage gestaltete sich nunmehr zu Beginn des Jahres 2006 so: 30 erwachsene Tänzer sind in die Mitgliedsrolle eingetragen, wovon 19 graduiert sind. 4 Kinder der Kindertanzgruppe des MTV Buntenbock sind ebenfalls graduiert.
Die Vorbereitung des 2. Oberharzer Hexentanzes wartet an neuem Tanzort auf ihre Vollendung.

Die Zusammenlegung der „Kurklinik am Hasenbach“ und der „Erprinzentanne“, wo wir mittlerweile auch schon einige Auftritte hatten, zum „Reha-Zentrum Harz“ wird es weiterhin ermöglichen, unseren Namen über die Patienten weit über Harzer Grenzen hinaus zu tragen.

…to be continued…